Hallo zusammen,
ich bin (leider) schon wieder da. Und ja, ich habe mich verliebt in die Seychelles

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Also kurz ein paar Eindrücke, bevor es an die Wäscheberge und zum Einkaufen geht.
1. Ich habe mich immer und überall sicher gefühlt, es gab keine Situation in der ich mich wirklich unwohl gefühlt habe oder gar Angst hatte. Außerdem habe ich viele sehr nette Menschen kennengelernt, so dass wir am Abend auch mal zusammen essen waren.
2. Ich wurde schon des öfteren "angemacht". Aber nicht wirklich blöd oder aufdringlich. Meine Erfahrung, ein nettes, leicht überhebliches Lächeln in Richtung des Verehrers lässt diesen schnell erkennen - keine Chance
3. Auf La Digue und Mahe habe ich fast nur noch in den Takeaways gegessen. Ich fand das Essen dort immer echt Top. Ziegencurry in Kokosmilch, Oktopuscurry und erst der Mangosalat..... Mit hat die kreolische Küche sehr geschmeckt. Und auch das Seybrew ist lecker - ich sage das als Weintrinker, das will was heißen. Das Einzige was mich an den Takeaways gestört hat, ist der Verpackungsmüll, den man damit produziert. In so einem Naturparadies fühlt sich das irgendwie falsch an und hat mir ein schlechtes Gewissen gemacht.
4. Insgesamt fand ich das Angebot an Lebensmitteln bei weitem nicht so schlecht wie befürchtet. Man muss sich halt immer vor Augen halten, dass die Seychellen einsame Inseln in den Weiten des Indischen Ozeans sind und über fast keine Landwirtschaft oder sonstige Industrie verfügen. Und dafür. dass alles imporiert werden muss, fand ich die Preise okay.
5. Ich habe mich strikt an Eure Vorgaben zu den Warnhinweisen an den Stränden gehalten :,). Aber ehrlich, da wäre ich auch von selbst nicht reingegangen - auch ohne Hinweischilder, z.B. am Grand Anse auf La Digue. Schon im nicht mal knietiefen Wasser spürt man die wahnsinnige Unterströmung. Ansonsten bin ich sehr viel geschnorchelt, auf Praslin am Anse Volbert bin ich immer zur kleinen Privatinseln geschnorchelt. Dort an den Felsen hat man alles, was ein Schnorchlerherz höher schlagen lässt. Einmal hat mich sogar eine Schildkröte für ca. 5 min "begleitet" - traumhaft.
6. Praslin fand ich sehr wunderschön, alles ist mit dem Bus easy zu erreichen und den Weg zur Anse Lazio fand ich nicht so schlimm wie befürchtet, dafür den Strand umso besser....
7. La Digue hat mir auch gefallen. Aber: Es fahren (viel) mehr Autos, als ich dachte. Das macht das Fahrradfahren nicht grade zur entspannten Angelegenheit. Mir kam z.B. auf dem Weg kurz vor der Anse Banane ein Pickup mit hohem Tempo entgegen, so dass mich nur noch eine Vollbremsung meinerseits vor dem Graben gerettet hat. Der Pickupfahrer fand das lustig, ich nicht. Und das ist nur ein Beispiel. An den Tagen, wo die "Kreuzfahrer" an Land gehen, sind die Strände alles andere als einsam und sehr laut, besonders wenn Chinesen dabei sind.
8. Auf Mahe fand ich besonders den Süden und hier die Anse Takamaka und Anse Intendance wunderschön. Für Beau Vallon war ich sicher zur falschen Zeit da. Das Baden war okay, aber zum Schnorcheln war es viel zu unruhig oder aber zu flach.
9. Das Wetter war für Januar viel besser als ich dachte. Es hat die ersten neun Tage gar nicht geregnet und später ein paar Mal Abends. Nur ein Tag war richtig verregnet.
Mein erstes Fazit: Es war ein sehr erholsamer Urlaub, der mir viele neue Eindrücke gebracht hat. Ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich es allein durchgezogen habe. Ich werde auf jeden Fall die Seychelles noch einmal besuchen. Praslin und den Süden Mahes und vielleicht noch eine der kleinern Inseln.
Liebe Grüße
nevez