Hallo in die Runde,
ach Mensch, schlimm, solche sich immer wiederholenden Nachrichten.
Ich bin immer noch dankbar, daß ich vor meiner Tour durch dieses Forum für die Gefahren schon sensibilisiert worden war, denn eigentlich meinte ich, aufgrund weitreichender weltweiter Erfahrungen das Meer und auch Wellen relativ gut einschätzen zu können.
Wir haben ein Flitterwochen-Paar kennengelernt, dessen Mann Anfang September an der Anse Lazare gerettet werden mußte, seine Frau wurde auf ihn aufmerksam und holte Einheimische zu Hilfe, die glücklicherweise in der Nähe waren- soweit ich es verstanden hatte mit Bodyboards und die ihn dann rausholen konnten.
Ich glaube, ihm war nicht zu 100 % bewußt, wie knapp es vielleicht war, seiner Frau schon und nach unseren Gesprächen erst recht.
Wie gesagt, ich war schon sensibilisiert, aber selbst mich hat es nach mehreren Tagen am Takamaka am Abflugtag ziemlich versemmelt, obwohl ich zu dem Zeitpunkt glaubte, die Wellen nun wirklich abschätzen zu können.
Das Problem ist immer wieder, es wirkt oft für längere Zeit gut machbar, man hüpft also fröhlich in den Wellen, bis dann wieder ein, zwei weit stärkere Wellen reinbrettern als all die Zeit davor.
Es kann also gut sein, daß man das Meer 15-20 min beobachtet und es harmlos findet, sich das dann aber innerhalb weniger Minuten auch ändern kann.
Am Grand Anse von La Digue habe ich einen kreolischen Vater erlebt, der sein Wickelkind an einer Hand im Wasser hielt und es immer wieder von den Ausläufern der Wellen umspülen ließ.
Hier schon wieder harmloser, vorher noch einiges weiter im Wasser, bis ihm aufging, daß das vielleicht doch keine so clevere Idee sein könnte.

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