Ein Recht haben wir natürlich keines. Aber die Möglichkeit. Ich begreife das auch als Chance, solche Entwicklungen zu kritisieren. Die Einheimischen tun es ja auch in zunehmender Zahl.eichenweg hat geschrieben:Welches Recht haben wir als Touristen den "Fortschritt" (auch wenn er uns nicht passt) den Einheimischen zu negieren? Erwarten wir eine Art erstarrtes Disneyland von Plätzen die uns gefallen? Stehen wir Touristen doch am Anfang dieser Spirale, oder nicht? Echt ein Dilemma.
Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Wenn du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Genau so sehe ich das auch, leider nicht nur auf den Tourismus bezogen. Das edle "Menschenbild" mit dem wir erzogen wurden, hält nämlich einem Realitätstest leider so gar nicht stand, aber keiner mag daran rütteln.eichenweg hat geschrieben: Nachhaltiger Tourismus? Klingt gut in Projekten auf dem Papier und aus dem Mund von Politikern usw. Aber
leider wird da die menschliche Natur meist ausgeklammert. Was in den Projekten sehr schön und in sich logisch klingt, muss sich erst einmal in der Realität bewähren. Ich meine unter Realität da die menschliche
Gier die zu Korruption, Rücksichtslosigkeit, Freunderl-Wirtschaft usw. neigt.
LG
Klara
- mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Ja, genau das wünsche ich und bedaure, daß die Welt so nicht funktioniert!eichenweg hat geschrieben:Erwarten wir eine Art erstarrtes Disneyland von Plätzen die uns gefallen?

Es ist das Recht, aus eigenen Fehlern gelernt zu haben und es deshalb tatsächlich besser zu wissen. Das Recht, uns kritisch zu äußern, weil wir all das bezahlen, was dort vor Ort versaut wird. Ebenso das Recht, nicht mehr dorthin zu reisen und den Irrsinn somit nicht weiter zu finanzieren.eichenweg hat geschrieben:Welches Recht haben wir als Touristen den "Fortschritt" (auch wenn er uns nicht passt) den Einheimischen zu negieren?
Im Falle der Seychellen kommt noch eine spezielle Komponente hinzu, nämlich die Erkenntnis, daß sie mal ein ganz besonderes Reiseziel und ökologisches Refugium waren, für das ohnehin andere Maßstäbe anzulegen sind, wenn man über Entwicklung, Modernisierung und das menschliche Bedürfnis nach Komfort und Wohlstand spricht. Die Besonderheit macht es ganz einfach aus, unsere Wünsche und Anforderungen in dieser Hinsicht nicht als arrogant, sondern als überaus reflektiert und gerechtfertigt zu bewerten.
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Lieber Minolta
"Es ist das Recht, aus eigenen Fehlern gelernt zu haben und es deshalb tatsächlich besser zu wissen. Das Recht, uns kritisch zu äußern, weil wir all das bezahlen, was dort vor Ort versaut wird. Ebenso das Recht, nicht mehr dorthin zu reisen und den Irrsinn somit nicht weiter zu finanzieren"
Stimmt einerseits natürlich, doch ein kleines Beispiel: Als ich Anfangs der 70er nach Sardinien kam, war es eine relativ unberührte Insel, fernab vom Massentourismus. Korsika, Elba oder die Balearen waren damals schon en Vogue. Da ich "übers Meer" kam, aus dem hochentwickelten Gebiet der Alpen, fand mein Wort unter den Einheimischen einiges Gehör. Noch mehr als sie verstanden, dass ich nicht ein Tourist bin der wieder abreist, sondern sich bei ihnen integrieren möchte. Es gab einige Gelegenheiten um mein "Ansehen" zu steigern. (Mir wurde sogar der Assesor für Kultur in der Heimatgemeinde angetragen...) Ich begann Werbung für einen nachhaltigen Tourismus (damals gab es diesen Begriff noch nicht) zu machen und einige Bauern die Grundstücke am Meer hatten schenkten mir Glauben. Doch als sie sahen, wie andere ihre Grundstücke ungleich profitabler nutzten, bröckelte einiges an meinen "Wahrheiten" ab. Dann kam auch der Fall eines meiner Bekannten der sein Stück Erde gewinnbringend verkaufen konnte, aber von meinen Ideen so begeistert war, dass er nicht verkaufte. Ein Anrainer machte dann den großen Reibach und mein Bekannter blieb auf seinem Grund "sitzen". Das war natürlich für mich sehr unangenehm. Seitdem hüte ich mich meine Vorstellungen mit Nachdruck an den Mann zu bringen.
Wenn ich mich auf La Digue nun mit Einheimischen unterhalte, die auch eventuell Projekte für den Tourismus im Hinterkopf wälzen, halte ich mich schon sehr zurück. Eventuell einige Erzählungen aus meiner Erfahrung, aber ja keine Ratschläge.
Ich behalte mir eben vor, nicht mehr dorthin zu reisen. Wahrscheinlich wird es 2018 das letzte mal sein, vorerst
"Es ist das Recht, aus eigenen Fehlern gelernt zu haben und es deshalb tatsächlich besser zu wissen. Das Recht, uns kritisch zu äußern, weil wir all das bezahlen, was dort vor Ort versaut wird. Ebenso das Recht, nicht mehr dorthin zu reisen und den Irrsinn somit nicht weiter zu finanzieren"
Stimmt einerseits natürlich, doch ein kleines Beispiel: Als ich Anfangs der 70er nach Sardinien kam, war es eine relativ unberührte Insel, fernab vom Massentourismus. Korsika, Elba oder die Balearen waren damals schon en Vogue. Da ich "übers Meer" kam, aus dem hochentwickelten Gebiet der Alpen, fand mein Wort unter den Einheimischen einiges Gehör. Noch mehr als sie verstanden, dass ich nicht ein Tourist bin der wieder abreist, sondern sich bei ihnen integrieren möchte. Es gab einige Gelegenheiten um mein "Ansehen" zu steigern. (Mir wurde sogar der Assesor für Kultur in der Heimatgemeinde angetragen...) Ich begann Werbung für einen nachhaltigen Tourismus (damals gab es diesen Begriff noch nicht) zu machen und einige Bauern die Grundstücke am Meer hatten schenkten mir Glauben. Doch als sie sahen, wie andere ihre Grundstücke ungleich profitabler nutzten, bröckelte einiges an meinen "Wahrheiten" ab. Dann kam auch der Fall eines meiner Bekannten der sein Stück Erde gewinnbringend verkaufen konnte, aber von meinen Ideen so begeistert war, dass er nicht verkaufte. Ein Anrainer machte dann den großen Reibach und mein Bekannter blieb auf seinem Grund "sitzen". Das war natürlich für mich sehr unangenehm. Seitdem hüte ich mich meine Vorstellungen mit Nachdruck an den Mann zu bringen.
Wenn ich mich auf La Digue nun mit Einheimischen unterhalte, die auch eventuell Projekte für den Tourismus im Hinterkopf wälzen, halte ich mich schon sehr zurück. Eventuell einige Erzählungen aus meiner Erfahrung, aber ja keine Ratschläge.
Ich behalte mir eben vor, nicht mehr dorthin zu reisen. Wahrscheinlich wird es 2018 das letzte mal sein, vorerst

Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Ich denke, das ist eine kluge Haltung, denn letzlich muß jeder für sich entscheiden und auch die Konsequenzen tragen. Als Tourist sehe ich das relativ leidenschaftlos, ziehe halt weiter zum nächsten Urlaubsziel. Und wenn ich mich in unserm Land so umsehe, frage ich mich auch, was wir so dazugelernt haben, kriegen keinen Flughafen, keinen Bahnhof, keine Regierung hin und was aus unsern Städten wird, dagegen ist La Digue doch 1. Sahneeichenweg hat geschrieben: Wenn ich mich auf La Digue nun mit Einheimischen unterhalte, die auch eventuell Projekte für den Tourismus im Hinterkopf wälzen, halte ich mich schon sehr zurück. Eventuell einige Erzählungen aus meiner Erfahrung, aber ja keine Ratschläge.
Ich behalte mir eben vor, nicht mehr dorthin zu reisen. Wahrscheinlich wird es 2018 das letzte mal sein, vorerst

LG
Klara
Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Wie wahr, wie wahr!!!!!! Auch ich mache mir diese Gedanken. Speziell mit den selbsternannten, selbstherrlichen und teilweise auch arroganten Ökos
habe ich so meine Probleme. Kröten über die Straßen tragen und dann einen Hamburger reinziehen, oder in einem arabischen Land Urlaub machen wo das Fleisch sicherlich nicht nach unseren Maßstäben geschlachtet wird.
habe ich so meine Probleme. Kröten über die Straßen tragen und dann einen Hamburger reinziehen, oder in einem arabischen Land Urlaub machen wo das Fleisch sicherlich nicht nach unseren Maßstäben geschlachtet wird.
- mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Deine Geschichte aus Sardinien fand ich schon im November interessant, als wir das erste Mal darüber sprachen.eichenweg hat geschrieben:Doch als sie sahen, wie andere ihre Grundstücke ungleich profitabler nutzten, bröckelte einiges an meinen "Wahrheiten" ab.
Aber ist es nicht so, daß man in den 60ern schon sehr prophetisch veranlagt sein mußte? Ich meine, explizite Beispiele für die Folgen rücksichtsloser Förderung des Massentourismus gab es zu dieser Zeit doch kaum. Die damals von Dir beratenen Grundstückseigentümer haben an diese Folgen glauben können oder auch nicht. Heute hingegen sind negative Konsequenzen vorprogrammiert und jeder sollte das wissen, schon weil es eine Million Vergleichsfälle dafür gibt.
Zur Zeit vertritt die Regierung wohl diesen Standpunkt:
"Wir haben damals das NATO-Kommando über Aldabra verhindert und jetzt ist es ja nur noch Assumption und es sind auch nur die Inder. Und überhaupt sind wir ja solch eine tolle Umweltschutznation, denn wir haben doch gerade eine Auszeichnung gekriegt, weil wir keine "Treibhausgase" mehr produzieren..."
Na toll. Verlogener Blödsinn ist das. Aber eine ausreichend große Öffentlichkeit klatscht bei derartigen Meldungen auch hierzulande noch Beifall, weil man ja selbst an die Klimawandel-Lüge glaubt und das wahre Problem der Lebensraumvernichtung auf den Seychellen einfach ausblendet, wenn es um die Planung der Hochzeitsreise zur Source d'Argent geht.
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
- SeyShelley
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
https://www.youtube.com/watch?v=TlBIa8z_MtsThere's too many men, too many people
Making too many problems...
...Can't you see this is a world of confusion?
Es geht nicht nur allein um Tourismus. Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Die Seychellois vermehren sich wie der Rest der Welt und alle zukünftigen wollen Wohnstätten und Arbeit und wenns geht all den Luxus den sie bei anderen sehen. Mehr Menschen auf der Welt, natürlich auch mehr Touristen.
Die Welt platzt aus den Nähten, ressourcenmäßig leben wir auf Kredit, aber Kirche und Regierungen fordern steigende Geburtenraten.
Vielleicht sollte die Menschheit lieber das mal in den Griff kriegen. Die die leben schützen, aber doch keine Familien mehr in Zukunft auf der Welt mit mehr als 2 Kindern.
Klingt das zu hart? Aber ist das nicht die wahre Ursache?

LG SeyShelley
*Mein kleines eBook auf Amazon: Reisetagebuch: 2 Wochen La Digue (Seychellen) 2012 - unsere Reise mit unserem fast 2-jährigen Sohn* 

Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Unterstreiche das voll und ganz! Speziell die Klima-Lüge.Na toll. Verlogener Blödsinn ist das. Aber eine ausreichend große Öffentlichkeit klatscht bei derartigen Meldungen auch hierzulande noch Beifall, weil man ja selbst an die Klimawandel-Lüge glaubt und das wahre Problem der Lebensraumvernichtung auf den Seychellen einfach ausblendet, wenn es um die Planung der Hochzeitsreise zur Source d'Argent geht
Irgendwo las ich, dass die Chinesen über den Kauf einer Winz-Insel der Seychellen verhandeln, zwecks Handelsstützpunkt. Das würde in die "Perlenschnur-Taktik" passen, nachdem die Chinesen auch schon in Pakistan, Bangladesch, Myanmar, Sri Lanka und dem Malediven ihre Stützpunkte errichteten. Die Seychellen liegen da genau auf dem Weg nach Afrika.
Zum Thema Grundstücke der Bauern damals (war in den 70ern, nicht 60er - so alt bin ich auch wieder nicht

nichts davon profitieren würde, alle Baufirmen, Handwerker, Architekten usw. kamen vom Festland bzw. Ausland. Es war auch jahrelang den Eingeborenen verboten, die Costa Smeralda zu betreten! Ungefähr zur selben Zeit wollte auch die Nato, über den ital. Staat große Flächen kaufen um ein riesiges Sperrgebiet zu errichten. Da waren aber die Einheimischen dort auf Kriegsfuß und es brach beinahe ein kleiner "Bauernkrieg" aus, Rom machte einen Rückzieher, die Basen wurden an anderer Stelle gebaut..... Es gab auch den größten nuklearen U-Boot Stützpunkt im Mittelmeer, inklusiver radioaktiver Verschmutzung eines Gebietes (heute Touristengebiet). Ich war damals noch an den Protestmärschen dabei. Auch ein weiteres Gebiet (eines von 16 militärischen Sperrgebieten auf der Insel) ist kontaminiert. Dort verschoß die Nato massig Uran-Munition und die MBB hatte dort ihr Versuchsgelände für Uran-Raketen).
Was ich eigentlich damit sagen wollte: es war schon bekannt was ein Ausverkauf nach sich ziehen kann, aber das Geld lockt ungleich stärker und mittels einer bestechlichen Politikerriege bleibt jemand mit guten Intentionen schon mal auf der Strecke.
Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Ich werde nicht müde, dies immer zu predigen! Afrika hatte um 1750 (vermutlich) 106 Millionen Bewohner,Vielleicht sollte die Menschheit lieber das mal in den Griff kriegen. Die die leben schützen, aber doch keine Familien mehr in Zukunft auf der Welt mit mehr als 2 Kindern.
1900 waren es 133 Millionen, 1950 eine Verdoppelung auf 221 Millionen und nun gibt es satte 2,1 Milliarden!
Daher rechnet man um 2100 mit 4,4 Milliarden! In Ländern wie Somalia, Nigeria usw. beträgt die
Fertilität bis zu 6,6 Kinder pro Frau. Das gibt jede Menge sozialen Sprengstoff. Speziell die großen Weltreligionen haben daran ein gerüttelt Maß an Schuld. Die Christen mit dem Verbot der Antibabypille und der Islam mit dem im Koran niedergelegten Gebot einer Ausbreitung des Glaubens in Form des „Vermehrens durch Gebären".
Die Seychellen heben sich glücklicherweise mit einer Fertilitätsrate von 2,3 noch erheblich von der restlichen afrikanischen ab. Trotzdem, der Platz und die Resourcen bleiben begrenzt und ein ausufernder
Tourismus verschärft die Situation.
- mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Die Geschichte aus Sardinien wird ja immer unappetitlicher...
Der militärische Ausverkauf hat natürlich noch ganz andere Dimensionen. Sardinien als Komposthaufen eines strahlenden Waffenarsenals? Alter Schwede...
Das Thema Überbevölkerung zu diskutieren, würde hier den Rahmen sprengen, aber sicher ist es in Verbindung mit religiösem Wahn die Quelle allen Übels. Letzterer spielt auf den Seychellen wohl noch keine große Rolle, doch was bleibt hier zu sagen? Was sich seit einigen Jahren auf La Digue abspielt, kommt der Fiktion gleich, primär Helgoland zur Spielwiese eines staatlich geförderten Massentourismus zwecks Entwicklung der deutschen Wirtschaft zu erklären.
Oder anders gefragt: muß die sich auf La Digue enorm vermehrende Bevölkerung unbedingt dort bleiben? Wollen sie neben Hunderten von Hotels, Gästehäusern und Wechselstuben auch noch Hunderte von Wohnhäusern auf der kleinen Insel haben?
Überbevölkerung ist eine Sache. Angemessene Verteilung der Menschen eine andere. Nicht jeder darf auf Helgoland leben und Mahé ist groß genug.

Der militärische Ausverkauf hat natürlich noch ganz andere Dimensionen. Sardinien als Komposthaufen eines strahlenden Waffenarsenals? Alter Schwede...
Das Thema Überbevölkerung zu diskutieren, würde hier den Rahmen sprengen, aber sicher ist es in Verbindung mit religiösem Wahn die Quelle allen Übels. Letzterer spielt auf den Seychellen wohl noch keine große Rolle, doch was bleibt hier zu sagen? Was sich seit einigen Jahren auf La Digue abspielt, kommt der Fiktion gleich, primär Helgoland zur Spielwiese eines staatlich geförderten Massentourismus zwecks Entwicklung der deutschen Wirtschaft zu erklären.
Oder anders gefragt: muß die sich auf La Digue enorm vermehrende Bevölkerung unbedingt dort bleiben? Wollen sie neben Hunderten von Hotels, Gästehäusern und Wechselstuben auch noch Hunderte von Wohnhäusern auf der kleinen Insel haben?
Überbevölkerung ist eine Sache. Angemessene Verteilung der Menschen eine andere. Nicht jeder darf auf Helgoland leben und Mahé ist groß genug.
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Wir schweifen vom eigentlichen Thema ab, doch wenn es Dich interessiert, gib mal bei Google: Sardinien atomar verseucht oder Atomversuche auf Sardinien ein. Ich könnte da auch noch einige Stories diesbezüglich erzählen, aber wie gesagt, wir sind ja im Seychellenforum.
- mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Ach was, ich mach gleich Nägel mit Köpfen und suche nach:eichenweg hat geschrieben: Sardinien atomar verseucht
- Atomversuche auf den Seychellen
- La Digue atomar verseucht
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
eichenweg hat geschrieben:In Ländern wie Somalia, Nigeria usw. beträgt die
Fertilität bis zu 6,6 Kinder pro Frau. Das gibt jede Menge sozialen Sprengstoff. Speziell die großen Weltreligionen haben daran ein gerüttelt Maß an Schuld. Die Christen mit dem Verbot der Antibabypille und der Islam mit dem im Koran niedergelegten Gebot einer Ausbreitung des Glaubens in Form des „Vermehrens durch Gebären".
Ich bin gar nicht so pessimistisch, was das Thema angeht, es rumort überall und langfristig werden die Frauen das schon machen. Gebt ihnen Bildung und unterstützt sie finanziell, z.B. durch Mikrokredite, und der Planet ist gerettet.
http://www.tagesspiegel.de/kultur/comic ... 09708.html
Bezogen auf die Seychellen sehen ich eher das Problem, daß es zu wenig berufliche Alternativen zum Tourismus gibt.
Wenn du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend
Ja, eben.Bezogen auf die Seychellen sehen ich eher das Problem, daß es zu wenig berufliche Alternativen zum Tourismus gibt.
*Mein kleines eBook auf Amazon: Reisetagebuch: 2 Wochen La Digue (Seychellen) 2012 - unsere Reise mit unserem fast 2-jährigen Sohn* 
