Neben der überwältigenden Präsenz der Krebstiere sind es auch die landschaftlichen Eindrücke, die uns begeistern. Hinterlassen Satellitenbilder und Drohnenfotos zunächst noch den Eindruck, es handle sich um eines dieser kleinen Eilande wie man sie typischerweise auf den Malediven oder in Französisch Polynesien findet, vermittelt die Insel schon von Beginn an ein ganz anderes Bild. Nicht überwiegend Kokospalmen, gleichmäßig von Sandstrand umrahmt, bestimmen das Bild. Den gibt es auch, aber er kommt und geht mit den Gezeiten. Teilweise verschwindet er ganz, wie man es auch von einigen Buchten auf den Seychellen kennt. Auch wachsen Palmen nur in kleinen Gruppen und weit voneinander entfernt. An der Küstenlinie verändert die Insel ständig ihr Gesicht und bietet in jeder Himmelsrichtung auch unterschiedlich strukturierte Strände. Eben noch lieblich tropisch mit Palmen und Sand, ist es plötzlich rauh und wild und bei Niedrigwasser treten riesige fossile Korallenplatten zu Tage.
Neben Totholz, Korallenbrocken und zahllosen Mördermuschelschalen findet man an jedem Morgen auch verendete Krabben, die die Dynamik der letzten Flut nicht überlebt haben und in Folge zur begehrten Beute von Vögeln und Artgenossen werden.
Darunter gibt es immer wieder Exemplare, die noch unversehrt wirkend und wie von Menschenhand drapiert auf Felsen oder Ästen liegen. Kommt nun doch des Nachts ein Fremder auf die Insel, um uns an der Nase herumzuführen? Ich schwöre, daß nicht ich die Krabbe für's Foto dorthin gesetzt habe.

Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.