

Wie versprochen gibt es einen ganz langen Reisebericht. Der erste Teil ist schon mal fertig.
La Digue folgt mal später. Und wenn ich es schaffe, dann gibts auch anschließend viele Fotos.
Reisebericht
Seychellen 2015
Nach 9 Jahren Abstinenz (und viele, viele Jahre nachdenken ob dieser Urlaub mit 2 Kids nochmals leistbar wird) wurde unser Traum nochmals wahr. Dieses Mal können wir aber nicht zu unserer gewünschten Reisezeit fliegen (also in der Übergangszeit, ca. im April), sondern wir müssen uns mit den österreichischen Sommerferien anfreunden (im Juli). Unsere 2 Kinder sind 13 und 7 Jahre alt. Niklas war beim ersten Besuch gerade 4 Jahre alt. Unser 4-jähriger Samuel kennt die Inselschönheiten von all den Fotos, die unser Haus schmücken.
Da meine Mutter ihren 60. Geburtstag im Sommer feiert, nahm sie die Gelegenheit wahr und flog mit meinem Papa und uns mit. Für meine Eltern ist es die erste Fernreise, die erste Reise außerhalb Europas. Mein Vater würde nie eine so weit entfernte Reise buchen, er macht es meiner Mutter zu Liebe. Außerdem ist er ein “waschechter” Österreicher. Nur hier gibt es gutes Essen, aus Stränden und Naturlandschaften macht er sich sowieso nichts. Aber wenn meine Mutti unbedingt will, dann muss er halt auch mit.
Die Flüge und die Unterkünfte buchen wir schon im Oktober 2014 über Sitours. Gewählt haben wir 9 Tage Les Villas d´Or und 7 Tage La Digue Holiday Villas. Mahe wollen wir nicht bereisen, da es uns bei der ersten Reise enttäuschte. Die weiter entfernten Inseln (Bird, Denis, Desroches, Alphonse oder auch North Island) sind leider nicht leistbar.
Inlandsflüge und die Fähre werden ebenso mitgebucht.
Im Jänner 2015 fixieren wir eine Inselrundfahrt mit Mario von Edelweißtours.
Ein Mietauto für 2 Tage wird auch bestellt.
Schon im Juni ist die Vorfreude riesengroß. Die Anspannung steigt von Tag zu Tag, die Wochen und Tage werden gezählt, ja sogar die Stunden.
Ob sich die Inseln sehr veränderten, ob wir im Juli vielleicht lang anhaltenden Nieselregen haben oder ob es zu kalt zum Baden sein wird? Alle diese Befürchtungen habe ich. Schließlich soll es ja für uns ein Traumurlaub werden. Über die Kosten dieser Reise wollen wir gar nicht nachdenken. Mein Motto lautet: “Augen zu und durch”.
Knapp zwei Wochen vor Reisebeginn wird unser Rückflug annulliert und wir buchen eine Nacht auf der Hauptinsel.
1. Tag:
An einem Samstag geht es los nach München. Die Anreise dauert knapp 3,5 Stunden. So, nun werden die 6 Koffer abgegeben (die für den Inlandsflug über 10 Kilo Übergewicht haben). Am Schalter erfahre ich, dass wir im Flieger nicht beisammen sitzen können. Das haben wir doch gebucht, noch dazu schon im Oktober! Irgendwie ist da was schief gelaufen, der Flieger ist voll und wir müssen aufgeteilt werden (3 Personen sitzen ziemlich weit vorne, 3 Personen weit hinten).
Ich gehe gleich zur Infostelle von Emirates und buche uns Plätze für den Rückflug. (die ja eigentlich schon gebucht sein sollten).
Der Airbus A380 steht schon vor der Tür. Mann, so ein großer Flieger. Wir sind total begeistert. Wir starten pünktlich und die Kids ziehen sich gleich einen Film rein. Nach einer Weile kommt eine Flugbegleiterin und bringt der Dame vor mir ein vegetarisches Essen. Sie hat noch weitere vegetarische Mahlzeiten, an mir geht sie aber vorbei und kommt nicht mehr. Ich bin mir sicher, dass dies bei der Buchung (die übrigens von Sitours gemacht wurde) auch schiefgegangen ist. Ich als reiner Vegetarier war schon stink sauer. Doch plötzlich kommt die Dame nochmals und überreicht mir mein Essen. Ich bin happy und mir schmeckte es.
Die Zeit im Flieger vergeht wie im Flug, die Unterhaltungsprogramme sind genial. Hier gibt es sogar Bier und Wein umsonst. Einmal werfe ich einen Blick zur oberen Etage, hier kann ich natürlich nichts erkennen.
Wir landen zeitgerecht in Dubai und fahren dort mit der Untergrundbahn zu unserem Terminal. Das Umsteigen funktioniert tadellos und schon bald sitzen wir im Flieger auf den Weg nach Mahe. Endlich schlafen die Kinder ein und auch ich kann für kurze Zeit schlafen.
Die Flugbegleiterin bringt für die jungen Gäste ein Stofftier und auch Frühstück bekommen wir.
2. Tag:
Wir landen auf Mahe. Schon von oben ist die Insel wunderschön anzusehen. Die Sonne geht gerade auf, die Granitsteine leuchten in den schönsten Farben.
Jetzt kann ich es erst glauben, dass ich wieder hier bin. Obwohl ich recht müde bin, spüre ich eine Energie. Wir steigen vom Flugzeug aus und ich fotografiere so ziemlich alles von allen nur erdenklichen Seiten. Im Flughafengebäude kommt ein Mitarbeiter auf mich zu und fragt wie viele Personen wir sind. Als ich “6” antwortete meinte er, dass wir mitkommen sollen. Er nahm unsere Pässe und schon waren wir früher durch den Zoll als die anderen Touristen. Voll Freude, weil es so schnell ging, marschierten wir zur Gepäckausgabe. Hier müssen wir warten und warten und warten. Alle anderen Passagiere waren schon weg, nur wir standen noch immer da. Und siehe da, alle unsere 6 Koffer kommen doch noch. Wir gehen rüber zum Domestic Airport, wechseln vorher noch schnell Geld und ich hoffe, dass wir eine frühere Maschine bekommen (vom Flugzeug bis hierher haben wir ca. 1 Std. gebraucht). Leider müssen wir aber warten. Mein Großer schläft gleich weiter, der Kleine ruht auf der nächsten Bank. Ich gehe in der Zwischenzeit raus und bestaune die Natur (so schön ist es ja beim Flughafen gar nicht, aber für mich war es herrlich). Es war schön warm und die Sonne lachte uns entgegen. Ich fragte die Mitarbeiter nach dem Namen des Baumes vor dem Flughafengebäude. Alle lachten über sich selbst, da sich den Namen des Baumes nicht kennen. Kennt jemand von Euch den Baum?
Beim Abwiegen der Koffer habe ich ein mulmiges Gefühl. Ich weiß ja, dass wir gut 10 kg Übergewicht haben. Aber die freundlichen Mitarbeiter stört das nicht und sie ignorieren das Übergepäck.
Es dauert nicht lange und die Twin-Otter ist bereit. Bevor wir einsteigen werden wieder unzählige Fotos gemacht. Drinnen werden gleich die Piloten von mir ausgequetscht und erneut fotografiert. Die Freude steigt und steigt. Plötzlich wird es ganz laut in der Maschine und wir heben ab. Dieses Gefühl ist einfach ein Wahnsinn. Diese winzigen Sitzplätze, der winzige Mittelgang und die niedrige Höhe im Flieger. Der Ausblick auf die vorgelagerten Inseln ist fantastisch. Und endlich sehe ich Cousin und Cousine. Die weißen Sandstrände der Inseln-ich kriege meine Finger nicht vom Auslöser der Kamera. Dazwischen Filme ich immer wieder.
Die Landung naht und leider ist der Flug schon wieder vorbei. Wir steigen aus und ich knipse wieder wie wild (keiner der Fluggäste machte ein Foto, wir waren auch die einzigen Touristen im Flieger). Die Piloten denken bestimmt, dass ich komplett verrückt bin. Können sich auch, denn ich bin auch verrückt nach diesen Inseln.
Der Taxifahrer, der vom Les Villas d´Or organisiert wurde, steht schon bereit. Für 30 Euro fährt er uns in die Unterkunft. Ich bitte ihn bei einem Supermarkt kurz anzuhalten damit wir uns Wasser kaufen können. Hier bezahle ich das erste Mal mit Seychellen Rupie. Der Blick aus dem Autofenster ist grandios. Die herrliche Natur, man fühlt sich wie im Urwald. Alles ist grün, dicht bewachsen und überall hört man die Vögel zwitschern. Wie habe ich Praslin vermisst, wie war es eigentlich möglich so lange nicht mehr hier gewesen zu sein? Ich habe mich sofort wieder verliebt, es war ein Gefühl des “zuhause Ankommens”.
In der Unterkunft wurde uns gesagt, dass unser gebuchter Familienbungalow leider besetzt ist. Das kann doch nicht sein, klappt denn bei unserer Buchung gar nichts? Naja, wir bekommen zwei Einheiten in einer großen Villa. Eine Verbindungstüre gibt es auch, lediglich haben wir statt einer großen Terrasse nur zwei kleine. Dafür aber 2 Küchen und 2 Wohnzimmer. Die Kids freuen sich, so hat ja jeder einen TV für sich. Noch schnell einen erfrischenden Begrüßungsdrink und das Schildkrötengehege besichtigen und dann gleich zum Strand. Es sind nur wenige Meter. Herrlich! Strahlend weiß, türkises Wasser wie es nicht blauer sein kann. Überall laufen die kleinen weißen Krabben herum, auch viele dunkle Krabben schauen aus den Löchern hervor. Einige Palmspinne entdecke ich auch. Aber das beste ist, dass wir alleine sind. Keine Menschenseele weit und breit. Wir gehen ins Wasser und es beginnt zu nieseln. Es ist so schön hier, dass uns das Nieseln nicht stört. Den Kindern gefällt es bei regen zu baden. Es dauert keine fünf Minuten und das Wetter bessert sich. Ich denke mir “ich bin im Paradies” und genieße die traumhafte Umgebung.
Gegen 16 Uhr machen wir einen kurzen Spaziergang ins Dorf. Daran kann ich mich gar nicht mehr so erinnern. Ich glaube, damals hat es anders ausgesehen. Im Pirogue fragen wir nach der Karte, doch gibt es um diese Zeit noch kein Dinner sondern lediglich ein leichtes Lunchmenü. Das wollen wir nicht und wir gehen. Die Mitarbeiter sind enttäuscht. Wir gehen zu “Da Luca”, das hat es damals auch schon gegeben, aber viel einfacher. Wir sind hungrig. Die Pizzen sind sehr gut und auch der Salat und das Nudelgericht sind in Ordnung. Die Bedienung ist schnell und nett. Sehr gutes Eis gibt es auch (Mein Sohn wollte eine Kugel Eis, dieses darf aber nur draußen gegessen werden. Das finden wir schon seltsam, immerhin hatten wir alle hier gegessen. Wir aßen also das Tüteneis beim nachhause gehen).
Wir hatten 4 Pizzen, 2 Salate, 1 Nudelgericht, 1 großes Wasser, 1 Eistee, 6 Seybrew und 1 Tüteneis. Wir zahlten umgerechnet 115 Euro. Das finden wir okay.
Um 19 Uhr liegen wir im Bett und schlafen. Die lange Anreise war doch sehr anstrengend.





3. Tag:
Ich wache bereits um 4 Uhr auf. Ich höre die Wellen rauschen und die Palmenblätter im Wind. Je später es wird, desto lauter werden die Vögelgeräusche. Ist das herrlich! Um 6 Uhr sitze ich mich auf die Terrasse des Bungalows und genieße die traumhafte Umgebung. Es dauert nicht lange und mein Kleiner ist wach.
Das Wetter schaut gut aus. Wir bewundern den großen Garten, der mit vielen verschiedenen Blumen, Bäumen und Büschen bewachsen ist. Wir besuchen die Riesenschildkröten und auch den Nachwuchs. Hier gibt es Schildis, die erst im Oktober geschlüpft sind. Überall entdecken wir Riesenspinnen, Eidechsen und riesige Krabben.
Um 7.30 haben wir Frühstück auf der eigenen Terrasse. Wie überall auf den Inseln üblich besteht es aus Toastbrot, Obst, Marmelade, Butter und Honig. Croissants gibt es auch. Leider ist das Marmelade aber vom Supermarkt.
Um 9 Uhr nehmen wir unser Mietauto entgegen und fahren gleich mal nach Baie St. Anne zu einem großen Supermarkt. Hier gibt es wirklich viel mehr Auswahl als in den kleinen indischen Läden. Wir kaufen allerhand ein. Wir fragen ob es eine Steige/Kiste Seybrew gibt (wir wollen gleich für 9 Tage Bier kaufen). Der Verkäufer bejaht und ladet und 20 Flaschen in den Einkaufswagen. An der Kassa wird plötzlich das Bier wieder nach hinten gebracht und in das Regal geräumt. Das verstehen wir nicht. Was ist da los? Wir fragen einen weiteren Verkäufer warum wir denn das Bier nicht kaufen können. Er erklärte uns, dass es in diesem Laden erst ab 10.30 Uhr (oder 11 oder 11.30 Uhr) Bier zu kaufen gibt. Wir können aber mit dem Auto um die Ecke fahren und er ladet es uns dann in den Kofferraum ein. Hmmm? Gesagt, getan. Nur, dass es nicht bei 20 Flaschen bleiben. Ein weiterer Verkäufer kommt und hat auch 20 Seybrew in den Händen. Wir wollen doch nicht sooo viel. Aber überredet. Wir kaufen schließlich 38 Flaschen, natürlich im Hinterhof. Insgesamt bezahlen wir über 150 Euro. Die Verkäufer sind alle sehr nett und helfen sofort beim Raustragen des Einkaufes. Das wäre bei uns nicht denkbar.
Kurze Zeit später fahren wir zur Anse Lazio. Die Fahrt dorthin ist schon ein Erlebnis. Die Straße wird immer schlechter, die Löcher der Fahrbahn immer größer und das Tempo immer langsamer. Dort angekommen sind schon wenige Touristen da. Wir suchen uns ein Plätzchen unter einem Baum uns stürzen uns in die Fluten. Die Kinder haben ihren Spaß und wir auch. Natürlich gehen wir den gesamten Strand ab, kraxeln auf fast alle Felsen und knipsen Fotos von allen Richtungen. Gegen Mittag besuchen wir die Honesty Bar (Bar des Vertrauens). Hier sitzt man gemütlich im Schatten auf urigen Holzbänken. Kellner gibt es keine. Auch sind wir alleine dort. Die Preise der Getränke entnimmt man einer Karte bzw. einem Zettel der an der Kühlschranktür klebt. Wir genießen einen kühlen Drink und haben dabei einen schönen Ausblick. Wir entdecken Krabben und Geckos. Den restlichen Tag baden wir.
Am späten Nachmittag essen wir im PK´s @ Pasquire. Anfangs sind wir die einzigen Gäste, später kommt noch ein Pärchen. Die Speisekarte ist winzig, dafür hat man einen sehr schönen Ausblick. Die zwei jungen Angestellten sind sehr lieb und lustig. Für Vegetarier gibt es nur eine Suppe und einen Salat. Das Essen ist sehr schön hergerichtet, der Fisch schmeckt meiner Mutter sehr gut. Mein Essen ist ebenfalls sehr gut. Mein Vater und mein Mann sind nicht sonderlich begeistert, es ist aber okay (sie sind auch sehr heikel).
Wir bezahlen 105 Euro für folgende Speisen: 1x Fisch, 1x Huhn mit Meeresfrüchte, 1x Suppe und 1x Salat, 1 Steak, 2x Pommes (die teilweise nicht richtig durch sind), 2 Gläser Hauswein (der vorzüglich schmeckt) und 2 Softgetränke.
Nun machen wir noch einen Strandspaziergang am Anse Volbert und holen eine Pizza und ein Eis für Samuel (er wollte im Restaurant nichts essen).
Abends besucht uns Pierre, der Manager der Les Villas d´Or. Er ist ein sehr sympathischer Kerl, hat immer ein offenes Wort und fragt nach den Wünschen seiner Gäste. Diesen Abend haben wir auch zwei Haustiere. Einen Hund und eine Katze. Beide sind Streuner, gehören also nicht zur Anlage. Sie sind sehr anschmiegsam und bekommen natürlich echte österreichische Wurst von uns. Der Hunger der Tiere ist groß und so werden sie ordentlich gefüttert. Sowohl Samuel als auch die Tiere sind glücklich. Und wir sind es auch.





4. Tag:
Heute werden wir von King Creole am Strand abgeholt (dieser Ausflug wurde von Pierre organisiert). Wir werden Curieuse Island besuchen und anschließend schnorcheln (St. Pierre). Wir sind mehr als pünktlich, der Bootsfahrer aber nicht. Nach mehr als 20 Minuten Verspätung steigen wir in das kleine Boot und müssen beim Berjaya-Hotel in ein größeres Boot umsteigen. Na so haben wir das aber nicht geplant. Also müssen wir mit unseren kurzen Shorts durchs Wasser und wir werden bis zu den Oberschenkeln nass. Ausgemacht ist, dass wir den Tag nach unseren Vorlieben gestalten und uns nicht an einen fixen Zeitplan halten müssen. Wir sollen nach der Wanderung zur Anse Jose nur Bescheid geben um welche Zeit wir zum Schnorcheln und dann zur Unterkunft fahren wollen.
Auf Curieuse angekommen verschlechtert sich das Wetter. Er wird stark bewölkt und es beginnt ganz kurz zu nieseln. Wir haben ganz viele verschiedene Früchte für die Schildkröten mitgebracht. Trotz schlechten Wetters macht das Füttern großen Spaß. Man muss schon ganz schön aufpassen, denn die Tiere haben ein großes Maul. Es wird gefüttert, gestreichelt und gekuschelt. Jede Ecke und jeder Winkel wird erforscht. Kleine Schildkröten gibt es nur wenige.
Anschließend brechen wir auf zur Wanderung. Das Wetter ist dafür eigentlich ideal. Immer wieder geht es rauf und runter, über Holzstege entlang. Wunderschöne Ausblicke gibt es überall. Links und rechts der Wege entdeckt man ständig Krabben in unterschiedlichen Größen. Die Mangrovenkrabben sind knallrot. Diese Wanderung ist auch für Kinder sehr interessant und nicht all zu schwierig (ich würde sagen ab 5 Jahren dürfte es kein Problem sein). Den Kindern ist nicht langweilig, sie kraxeln auf die Granitsteine und spielen “Krabben suchen”. Obwohl es sehr windig ist, sind wir total verschwitzt. Die Luftfeuchtigkeit ist doch sehr hoch. Als wir an der Anse Jose ankommen, sind wir von der Schönheit des Strandes begeistert. Es liegt zwar teilweise recht viel Seegras, das stört uns aber wenig. Wir stürzen uns ins Wasser und baden und spielen. Anschließend erkunden wir noch kurz das Doctors-House und die Umgebung.
Wir gehen zum Barbecueplatz wo unser Bootsfahrer gerade ist. Wir haben kein Essen gebucht, da unsere Kids dieses Essen nicht mögen. Außerdem haben wir vor, dass wir spätestens um 14 Uhr wieder bei der Unterkunft sind. Wir fragen den jungen Bootsfahrer ob er uns bald zum Schnorcheln bringen könnte (es war 12.15 Uhr). Er meinte, dass das Wetter nicht optimal ist und es besser wäre, wenn wir mit der organisierten Tour zurück fahren würden. Die hätten ein größeres Boot. Er kann nur mit seinem kleinen Boot fahren und die Wellen wären doch sehr hoch. “Hm, naja, wann fährt denn die organisierte Tour zurück?”, wollte ich wissen. Er meinte gegen 14 Uhr oder kurz danach. Also blieb uns nix anders übrig als zu warten. Das Baden war zwar recht nett, aber der Hunger war nun auch schon da.
Natürlich ging es nicht um 14 Uhr zurück, sondern es war fast 14. 45 Uhr. Wir waren alle schon sehr zornig, diese ewige Warterei nervte uns. Bei St. Pierre fragte der Bootsfahrer ob “Nicht-Schnorchler” mit an Bord sind. Bezahlt haben wir alle, jedoch hätte mein Vater während des Schnorchelns am Boot gewartet. Der Fahrer sagte, dass das kleine Boot (mit welchem wir eigentlich zurück fahren sollten) nun zurück an die Anse Volbert fährt und er mitfahren kann. Natürlich wollten nun die Kinder und meine Mutter auch nicht mehr schnorcheln. Also fuhren sie zurück und mein Mann und ich schnorchelten mit den anderen Gästen (Geld zurück gab es fürs “nicht schnorcheln” aber keines). Die Wellen waren schon etwas höher, mir machte das aber nichts aus. Ich sah viele wunderschöne Fische, hatte den Fischreichtum aber schöner in Erinnerung. Nach ca. 45 Minuten ging es zurück. Beim Berjaya-Hotel mussten wir wieder aussteigen. Ich fragte, wer uns nun zur Unterkunft bringt (Abholung und retour bringen war vereinbart). Warum wir nicht gleich im Boot sitzen bleiben und zur Unterkunft weiter fahren konnten, ist mir ein Rätsel. Der Bootsfahrer meinte, dass es doch nicht weit ist und wir zu Fuß gehen könnten/sollten. Das Gepäck hatten meine Eltern nicht mitgenommen und so hatten mein Mann und ich die gesamten Schnorchelutensilien, die Badeklamotten und noch etliches mehr zu tragen. Nach einigen Schritten kam der Mann nochmals auf uns zu und meinte, dass wir doch nicht zu Fuß gehen sollen. Er könnte sonst Probleme bekommen und er wird dafür sorgen, dass uns jemand zurück bringen wird. “Unser” Bootsfahrer stand entspannt am Strand und quatschte. Er zeigte jedoch kein Interesse uns zurück zu fahren. Also sollen wir warten und warten. Mir wird es zu bunt, ich bin ziemlich genervt von diesen Typen und wir gehen zu Fuß nachhause. Dort angekommen erzählten meine Eltern, dass auch sie und die Kinder nicht zurück gebracht wurden. Sie mussten beim Berjaya aussteigen und hätten warten sollen bis wir vom Schnorcheln zurück kommen. Das wollten sie aber nicht und so sind sie zu Fuß marschiert. Ich befürchte, dass wir den morgigen Ausflug nach Cousin auch mit King Creole machen werden. Ich hoffe, dass der Manager der Anlage heute vorbei schaut und dann werde ich ihm meine Erfahrungen und Befürchtungen erzählen.
Gezahlt haben wir für den Ausflug 35 Euro pro Person plus 200 Rupie Anlandung pro Person (für die Jungs war das Umrechnen schwierig, wenn man nur in Rupie oder nur in Euro bezahlt).
Wir essen eine Kleinigkeit in unserer Villa, immerhin haben wir Lebensmittel von zuhause mitgebracht.
Der Manager kommt heute nicht, zur Rezeption möchte ich mich aber auch nicht beschweren gehen.
5. Tag:
Heute sieht das Wetter herrlich aus. Vereinbart ist, dass wir wieder am Strand abgeholt werden. Und wie schon am Tag zuvor, kommt unser kleines Boot wieder stark verspätet. “Unser” Bootsmann ist heute sehr nett und fragt nach unserem Befinden. Wir müssen wieder beim Berjaya umsteigen, das dauert natürlich alles ewig lange. Auch müssen wir durchs knie- bis hüfthohe Wasser. Unsere kurzen Hosen werden patschnass. Auf Curieuse gehen manche Passagiere von Bord. Die Anlandung auf Cousin mit dem Inselboot macht wieder voll Spass. Vor allem den Kindern gefällt das Auffahren des Bootes an den Strand. Samuel will keine Schuhe anziehen, da der Guide auch barfuß läuft. Trotz meiner Überredungskünste zieht er keine Sandalen an. Wir haben uns schon heute morgen mit Nobite fest besprüht und gecremt. Trotzdem erwischen uns wenige Mücken. Wir sehen die vielen Vögel, die ihre Nester in den Bäumen haben bzw. am Boden brüten. Überall wimmelt es von Eidechsen und wir entdecken zwei Riesenschildkröten. Eine ist sehr neugierig. Ich beuge mich zu ihr und sie kommt mir so nahe, dass ich mich etwas entferne. Fast hätte sie mit ihrem Kopf mein Gesicht berührt. An meiner Kamera findet sie auch großen Gefallen. Als wir weiter gehen sehe ich eine Hundertfüßler. Ich rufe den Guide und er sagte sofort: “I must kill ist”. Neben meinen Kindern nahm einen Stein und schlug etliche Male auf das Tier. Ich sagte nur: “No, dont´do it”. Aber er erklärte uns, dass der Biss dieses Tieres starke Schmerzen bereitet (das wusste ich schon). Der Guide meinte, dass viele Menschen nach dem Biss hohes Fieber bekommen. Jetzt zieht mein Kleiner freiwillig seine Trekkingsandalen an. Wir gehen weiter bis zum Strand und dann den Strand entlang. Natürlich gibt es auch hier wieder Eidechsen und Krabben. Viele Vögel fliegen ganz knapp über unsere Köpfe. Sie so nahe zu sehen ist herrlich.
Nach der Führung dürfen wir noch baden. Ein Pärchen, mein Sohn und ich stürzen uns in die Wellen. Das Wasser ist nach wenigen Metern schon sehr tief, die Wellen machen das Badevergnügen perfekt. Leider vergeht die Zeit zu schnell und wir müssen die Insel verlassen.
Das Boot bleibt an der herrlichen Anse Jose wieder kurz stehen (hier steigen wir um in ein anderes Boot). Anschließend dürfen die Kinder neben dem Steuerbord sitzen und die Schnelligkeit des Bootes bestimmen. Natürlich wollen sie full-speed.
Bezahlt haben wir für diesen Ausflug 70 oder 75 Euro pro Person (40 fürs Boot und 30 oder 35 Euro für die Insel). Von dort gehen wir zum Paradise Sun Hotel. Hier waren wir vor über neun Jahren sehr oft essen. Im gepflegten Strandrestaurant ist es angenehm. Der Boden ist aus Sand. Die Speisen sind sehr, sehr gut und die Preise gefallen uns auch sehr gut (nur abends zum Buffet ist es extrem teuer, 35 Euro pro Person, ca. 25 Euro pro Kind unter 12 Jahren). Wir essen wirklich bestens.
Für 2 Nudelgerichte, 2 Pizzen, 1 Salat, 1 Curry, 1 Fischgericht, 1 Glas Wein, 2 Bier, 2 alkoholfreie Getränke, 1 Flasche Wasser und 1 Cocktail bezahlen wir 118 Euro.
Nach dem Essen gehen wir am Strand entlang zur Unterkunft. Die fotogene schiefe Palme hat nun 2 Holzstützen bekommen. Ich habe bereits über 1000 Fotos geknipst.
Nachmittags baden wir am einsamen Hausstrand und wir entdecken Rochen. Wir sind begeistert und sind gar nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen.
Nachts wache ich auf. Ich habe starken Juckreiz. Oh, überall habe ich rote Flecken/Bisse. Waren das etwa Sandfliegen? Es sind mehr als 60 Stellen. Es juckt höllisch und die Flecken sind ganz schön groß und hart. Ich creme gleich mit einer Salbe, aber ich wache ein- bis zweistündlich auf. Auch mein Kleiner hat etliche rote Stellen.
6. Tag:
Heute bleiben wir in der Anlage. Es ist herrlich einsam. Wir sehen zwar manche Touris auf ihren Terrassen sitzen, im Meer und am Pool ist aber niemand. Wir genießen die Einsamkeit, beobachten die Tiere und wir entdecken immer wieder die Rochen im Wasser. Meine Kinder leihen sich gratis Kanu und schippern damit im Wasser herum. Von dort oben sind die Rochen noch besser zu erkennen.
Als Ebbe ist gehen wir den Strand entlang bis kurz vor dem L´Archipel Hotel. Meiner Meinung nach ist es hier der beste Abschnitt. Wir gehen zur Minifelseninsel, das Wasser ist gerade mal wenige Zentimeter hoch und sehr warm. Unser Hund begleitet uns und kraxelt mit Samuel auf jeden Stein. Es scheint, als würde er auf ihn aufpassen. Beide sind glücklich. Wir gehen in die nächste kleine Bucht (noch immer sind wir vor dem L´Archipel) und wir entdecken einen Meeresschildkrötenpanzer und eine Flosse. Das macht uns traurig. Beim nachhause gehen finde ich einen schwarzen Seestern, den ich nach dem Fotografieren wieder zurück ins Meer bringe.
Mittags fahren Mama und ich mit den Gratisrädern ins Dorf (wie lieblich es dort ist) und holen zwei Pizzen im Da Luca und ein Curry und einen Salat vom Le Gouloue. Das Curry und der Salat kostet 26 Euro. Das ich echt zu teuer, zumal es auch nicht gut schmeckte und viele Knochen im Essen waren. Hier gehen wir bestimmt nicht mehr hin.
Zahlen tun wir übrigens überall in Rupie (ich schreibe euch aber immer den Eurobetrag). Den Seychellois ist es egal in welcher Währung man bezahlt.
Den Nachmittag genießen wir auch in der Anlage. Wir verweilen sogar mal am Pool. Und wir sind immer alleine.
Der Gärtner geht mit mir und Samuel in die Schildkrötenanlage. Wir dürfen sie füttern und streicheln und können so lange im Gehege bleiben wie wir wollen. Anschließend öffnet er noch eine Kokosnuss für uns und erklärt und erzählt uns viel Interessantes über die Inseln und die Tierwelt.
Eine Hotelangestellte führt mich durch den Garten und erklärt mir die Pflanzen und Früchte. Kostproben sind natürlich inbegriffen. Ich sagte ihr, dass ich so gerne Passionsfrüchte esse, die aber anscheinend im Juli nicht saisonal sind. Und ab dem nächsten Morgen bekam ich bis zur Abreise täglich viele Passionsfrüchte zum Frühstück. Voll nett!
Abends gehen wir ins Pirogue essen. Wir sitzen draußen, die Temperaturen sind sehr angenehm. Das Essen ist fantastisch, die Preise völlig in Ordnung. Der Service ist sehr zuvorkommend und die ruhige Stimmung gefällt uns. Die Gerichte sind sehr schmackhaft zubereitet. Wir essen: 1x Curry, 1x Fischfilet, 1x Tunfischsalat, 1x gegrilltes Chicken, 1x Nudeln, 1x Pommes, 1 alkoholfreien Cocktail, 2 Softdrinks, 1 großes Wasser und 2 Bier. Dafür bezahlen wir 95 Euro. Für den Rückweg nehmen wir den kostenlosen Taxiservice in Anspruch (den wir promt zur Verfügung gestellt bekommen).
Vor dem zu Bett gehen schreit Niklas und holt mich ins Badezimmer. In der Dusche sitzt gemütlich ein Hundertfüßler. Er ist, so wie auch auf Cousin Island, extrem lange. Mein Mann muss ihn erschlagen, ansonsten können wir heute Nacht kein Auge zu machen. Meine Stiche jucken nachts wieder sehr stark. Mehrmals creme ich mich ein. Die meisten Bisse kratze ich mir auf. Ich weiß, dass man nicht kratzen sollte. Doch geht das überhaupt?
Mein Mann und mein Kleiner haben auch etliche Bisse. Die Einheimischen sagen, dass es Sandfliegen sind. Meine Mutter cremt tagsüber regelmäßig mit einer selbstgemachten Kokoscreme. Diese mögen die Biester anscheinend wirklich nicht. Sie hat keine Sandfliegenbisse und nur ganz vereinzelt einen Mückenstich. Mich mögen die Mücken auch sehr gerne. Kaum gehe ich (v.a. abends) hinaus, fliegen sie schon auf mich.
7. Tag:
Heute haben wir wieder ein Auto gemietet und wir machen mit Mario von Edelweißtours gemeinsam die Inseltour. Da er aber keine sechs Personen mitnehmen kann, fahren meine Mann, der Kleine und ich mit dem Mietwagen hinterher. Meine Eltern und Niklas sitzen bei Mario im Wagen. Pünktlich um 9 Uhr holt er uns ab und wir fahren zum Lemuria Hotel. Dort wandern wir zur Anse Georgette. Mario erklärt uns unterwegs alle Palmen, Pflanzen und Kräuter. Wir tasten, riechen und schmecken. Er erzählt uns alles was wir wissen möchten. Immer wieder gibt es kleine Stopps und Fotoshootings. Als wir an der Anse Georgette ankommen, sind schon wenige andere Touris da. Die Bucht ist herrlich, die Wellen teilweise extrem. Mario sagt, dass es seit Wochen keinen so blauen Himmel mehr gab. Wir haben also großes Glück. Kurz vor Mittag wandern wir zum Eingangstor zurück und Mario fragt was wir essen wollen. Die Kids wollen Pizza, also bestellt er gleich welche. Wir fahren zur Grand Anse und kaufen uns ein günstiges Mittagessen in einem der Take aways. Für die Kids holt er Pizza. Wir essen am Strand. Der Sitzplatz (auf Steinen oder im Sand) ist nicht so gemütlich, der Ausblick entschädigt aber dafür. Es ist gerade Ebbe, das Panorama ist der Wahnsinn. Nun fahren wir via Consolation und halten an interessanten Stellen. Mario weiß, dass ich gerne fotografiere. Anschließend besuchen wir den Naturpark Fond Ferdinand. Wir sind die einzigen Touristen. Es herrscht eine sonderbare Stimmung in diesem Urwald. Leider kann man die Dimensionen der Pflanzen nicht 100 % auf ein Bild bringen. Mario erklärt uns jede Pflanze und weiß auch eine immer wieder eine Geschichte dazu. Hier gibt es auch eine viel größere Vielfalt als im Valle de Mai. Die Kinder entdecken im Fluss mehrere Aale und Langusten. Weiter geht’s zur Anse La Blague. Die Bucht mit ihren Palmen ist wunderschön einsam. Die dahinter liegende Unterkunft ist zu kaufen. Ja, Geld sollte man haben. Viel Geld. Das Hotel müsste zwar erneuert werden, es ist aber trotzdem wunderschön. Die Straße zur Bucht ist aber sehr eng und holprig. Nun fahren wir ins Da Luca auf ein Eis und anschließend nach Zimbabwe. Leider haben wir nur teilweise eine schöne Fernsicht. Zwei schwarze Papageien sehen wir in der Ferne. Der krönende Abschluss ist an der Anse Lazio. Mittlerweile ist Flut und Sonnenuntergang. Hier ist es so schön, dass wir uns von Mario verabschieden und wir bleiben alleine noch am Strand. Nur mehr wenige Touristen sind hier.
Bezahlt haben wir für die Inseltour 200 Euro an Mario. Das Essen und der Eintritt in den Fond Ferdinand waren extra (Fond Ferdinand kostete ca. 9 Euro pro Person, Breeze Take away ca. 3-4 Euro pro Essen, den Preis für die Pizzen weiß ich nicht mehr, diese waren aber sehr gut). Der Mietwagen kostete 55 Euro (von zuhause gebucht, viel zu teuer wie sich später herausstellte).
8. Tag:
Heute bleiben wir wieder am wunderbar einsamen Anse Volbert. Wir gehen wieder bis zum rechten Ende des Strandes, dort wo die Miniinsel ist. Der Schildkrötenpanzer und die Flosse sind weg. Mein Kleiner paddelt mit dem Kanu und ich schwimme den Rochen ständig hinterher. Zu meiner Freude entdecke ich sie schon nach wenigen Minuten wieder. Da meine Sandfliegenbisse noch immer stark angeschwollen sind und jucken, besorge ich mir in dem kleinen Inderladen “Calamine”. Es ist eine rosa Flüssigkeit, die die Einheimischen verwenden. 100 ml kosten 125 Rupie.
Mittags essen wir im Da Luca und abends creolisch (wer für uns kochte darf nicht öffentlich erwähnt werden, es war eine Privatperson). Wir wurden gefragt was wir gerne kosten möchten und entschieden uns für Fischsalat, Fischfilet, Chickencurry, Linsen, Reis und Gemüsecurry. Es war sehr reichlich, kostete aber auch 20 (oder 25) Euro pro Person.
9. Tag:
Heute ist unser letzter Tag auf Praslin. Morgens hat es geregnet, aber um 7.30 Uhr änderte sich das Wetter und die Sonne blickte durch. Das bleibtg auch den ganzen Tag so. Wir mieten uns ein Auto um 40 Euro und fahren ein letztes Mal zur Anse Lazio.
Zu schnell vergingen die Tage. Es ist herrlich hier und Praslin ist sowieso meine Lieblingsinsel. Das Wetter ist angenehm. Nicht zu heiß aber auch nie kalt. Die Wassertemperatur ist sehr angenehm (geschätzt 25 Grad). Unser Hund und unsere Katze sind uns sehr ans Herz gewachsen. Nur in die Villa dürfen sie nicht hinein.
Abends essen wir wieder im Pirogue (obwohl wir eigentlich auch mal gerne im Laurier gegessen hätten oder nochmals im Paradise Sun) Wir lassen uns vom Fahrservice holen und wieder zurück bringen. Die Männer essen je ein Steak, ich esse wieder das Gemüsecurry, meine Mutter probiert das Huhn, mein großer Sohn das Kindermenü (Nuggets und ein Eis), Samuel isst wie jeden Tag Nudeln ohne Sauce. Als Dessert genießen wir zwei Chocolate-Souffles. Getrunken haben wir 1 Flasche Wasser, 3 Softdrinks und die Männer je 2 oder 3 Seybrew. Dieses Mal ist die Rechnung auch ganz schön hoch. Wir bezahlen 200 Euro. Samuel ist abends immer sehr müde, er schläft im Restaurant fast ein. Also schnell den Fahrservice ansprechen. Bei der Unterkunft begrüßt uns unser Hund, der uns schwanzwedelnd bis zum Bungalow begleitet.
10. Tag:
Heute fahren wir mit dem Taxi für 20 (oder 25 Euro) zum Hafen. Wir verabschieden uns von allen Hotelangestellten. Der Manager Pierre ist natürlich auch persönlich da (er hat uns fast jeden Tag persönlich in der Unterkunft besucht und nach unseren Wünschen gefragt). Auch von unseren Tieren müssen wir uns nun verabschieden. Hoffentlich finden sie wieder nette Urlauber, die sie füttern.
Einer der Gärtner geht mit Samuel und mir noch schnell zu den Babyschildkröten, die wir halten und streicheln.
Hier wird Gastfreundschaft wirklich sehr hoch geschrieben. Pierre erfüllt jeden Wunsch. Sogar einen sehr guten Wein hatte er für meinen Vater. Und meine Flüssigkeit gegen die Sandfliegen hat er mir auch von seinem Haushalt geliehen.
Um 9 Uhr sitzen wir schon auf der Fähre nach La Digue. Ach wie liebe ich Boot fahren. Es dauert nicht lange und wir legen am Hafen an. Alles ist so wunderbar. Die Farben der Palmen, des Meeres und etliche bunte Schiffchen stehen für Ausflügler bereit. Ein kostenloses Taxi holt uns ab und bringt uns zu den La Digue Holiday Villas. Es ist eine sehr kleine, neue Unterkunft. Wir werden freundlich empfangen und gleich in unsere Unterkunft gebracht. Auch hier ist die gebuchte Unterkunft nicht verfügbar. Das kann doch nicht schon wieder sein! Meine Eltern und wir haben ein Haus mit zwei Wohneinheiten (90 qm). Die gebuchte Verbindungstür gibt es nicht. Ansonsten ist aber alles identisch und auf die Verbindungstür können wir verzichten. Die Einrichtung ist sehr schmackhaft. Alles ist liebevoll dekoriert. Die Fenster und Türen gefallen mir besonders. Auch die riesige Dusche mit den Steinen am Boden ist traumhaft schön. Zwei Duschköpfe gibt es auch. Das Schlafzimmer ist riesengroß und ebenfalls toll. Wir alle sind sprachlos. Der Garten ist sehr schön gestaltet, aber sehr klein im Vergleich zum Les Villas d´Or. Hier gibt es einen Hund der zur Anlage gehört.